| Zusammenfassung | Mehr Chancengleichheit und ein guter Start in institutionelle Bildungsprozesse werden maßgeblich davon beeinflusst, dass Familien bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder frühzeitig Angebote zur Unterstützung vorfinden. Mit dem Ziel, Familien und elterliche Kompetenzen von Beginn an zu stärken, ist die Absicht verbunden, die Wichtigkeit von Bildungsprozessen von Geburt an hervorzuheben und eine förderliche Eltern-Kind-Beziehung zu festigen. Auf der Grundlage des Familienfördergesetzes, das seit 2022 in Kraft ist, setzt das Land Berlin deshalb auf ein unterstützendes, frühes und bedarfsgerechtes Angebot, das Familien und ihre Herausforderungen in den Blick nimmt. Im September 2023 hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) im Rahmen der Maßnahmen gegen Jugendgewalt das Modellprojekt Familienzentren an Grundschulen gestartet. Darin werden 16 Familienzentren an Berliner Grundschulen gefördert, um ein passgenaues Angebot der Familienförderung für Familien mit Kindern im Grundschulalter zu etablieren. Zusätzlich zu den vielfältigen Angeboten der Familienförderung, die Berliner Eltern offenstehen, soll so insbesondere die Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrkräften gestärkt werden. Mit dem vorliegenden Konzept wird ein Rahmen für das Modellprojekt Familienzentren an Grundschulen definiert. Er soll den Fachkräften der Familienförderung in Zusammenarbeit mit den Schulen, der Schulsozialarbeit und allen weiteren Beteiligten eine Unterstützung zur Ausgestaltung der Angebotsstruktur bieten und eine gemeinsame Ausrichtung des Gesamtvorhabens ermöglichen. Zugleich sollen die diversen sozialräumlichen Bedarfe Berücksichtigung finden, damit das Angebot standortspezifisch und zielgerichtet erfolgen kann. |